Kaiko

„Groove/Pop“

19.11.2020

KAIKO – die Band

Diese Band hat Freude am Spiel – und das hat gerade erst begonnen.

Der Popentwurf von KAIKO ist einer, der angenehm weit entfernt ist von der Sensationslust der hyperventilierenden Musikpresse, die damit beschäftigt ist, das nächste große Ding hochzujazzen – jetzt gerade bevorzugt im breiten Wiener Dialekt.
Dieser Bienenstock mag gerade Honig geben, aber es surrt und schwirrt schon so laut dort drinnen, dass mitunter auch ein Gegenpol dazu ganz angenehm sein kann.
Nein, hier geht es um Grundsätzlicheres.

Die Regeln des modernen Pop-Geschäfts durchbrechen KAIKO denkbar einfach, indem sie lieber dem ursprünglichen Entwurf des Musizierens, Songschreibens und Geschichtenerzählens folgen. Songs, denen das Bedürfnis anzumerken ist, in die Welt hinaus zu wollen. Kathrin Kolleritsch erzählt uns Geschichten aus dem Leben. Sie schafft es, dass man ihr gerne zuhört, weil sich wohl jeder in der einen oder anderen davon wiederfinden kann: Da geht es um geschwisterliche Beziehungsebenen, das Verarbeiten dramatischer Familienereignisse, die Sorge vor großen gesellschaftlichen Veränderungen.

Für ein Debüt einer Gruppe Anfang-Zwanziger klingt das alles schon recht reif, gleichzeitig aber jugendlich unbeschwert, ohne allzu wilde Popgesten oder spektakuläre Effekte.
It’s the song, stupid!

Dass dieses Anti-Modell nicht ganz verkehrt sein kann, beweisen mehrere Faktoren eindringlich: Die Band hat sich in den letzten Monaten ein beachtliches Live-Publikum zwischen Wohnzimmerkonzert und Festivalbühnen erspielt, wird mittlerweile von einschlägigen, angesehenen Sommer-Festivitäten wie dem Acoustic Lakeside oder dem Picture On in Bildein ebenso gebucht wie von ausgewählten Songwriter-Clubs.

„Brick By Brick“ (VÖ: 30.09.´16) wurde so auch – wenig verwunderlich – durch eine liebevoll ausgearbeitete Crowdfunding-Kampagne geradezu im Spazierengehen finanziert, weil die Herzlichkeit und Frische der Band die Publikumsnähe in ihrer DNA hat.

20.11.2020

Farewell Dear Ghost

Ihr Debütalbum „We Color The Night“ enthielt „Fire“, was sie sofort zur Nr. 1 in den einflussreichen Radio FM4 Charts machte.

Anschließend veröffentlichten sie 2016 eine EP mit dem Titel „Skin“, die einen weiteren Song enthält, der auf Platz 1 schießt: „We Were Wild Once“. Beide Tracks treffen die Airwaves in ganz Europa; vor allem letzteres wurde bei Spotify sehr beliebt. Der Titel hat bis zum Heutigen Tag über 4 Millionen klicks generierte. Viele ihrer Songs wurden in Filmen und Werbespots verwendet, insbesondere „Fade Out“ in einer großen österreichischen Telekommunikationskampagne im Jahr 2016 und „Fire“ (d. H. Für DPD). Die Band tourte in den letzten zwei Jahren ausgiebig und machte sich einen Namen als höchst unterhaltsamer Live-Act. Während sie Acts wie The Naked And Famous, The Jezabels und Nada Surf unterstützten, spielten sie sogar eine Tournee durch China (!) Und viele Shows von Belgien in die Türkei, von Italien nach Tschechien und viele Festivals und Clubshows in Deutschland und Österreich. Sie haben eine denkwürdige Show bei Eurosonic 2017 gespielt und mit einer Zugabe mitten im Publikum abgeschlossen. Nach einer weiteren Reise nach Asien (diesmal Korea und China) und einer Show beim Hamburger Reeperbahn Festival veröffentlichten sie im Oktober 2017 ihr zweites Album „Neon Nature“.

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